Wie findet man den richtigen Standort für ein Gewächshaus?

Ein Gewächshaus im eigenen Garten lässt wohl das Herz eines jeden Gartenfreunde höher schlagen. Schließlich ist man damit unabhängig von den Jahreszeiten. In diesen Gewächshäusern kann man verschiedenste Pflanzen vorziehen und wachsen lassen, man kann Pflanzen überwintern oder gar empfindliche Pflanzen züchten. Den Zweck für das Gewächshaus bestimmt der Gärtner selber und natürlich auch für welches Modell er sich entscheidet. Sind diese Punkte alle geklärt, bleibt noch die Frage nach dem idealen Standort.

Das Gewächshaus in unmittelbarer Nähe zum Haus

Für den idealen Standort sind mehrere Faktoren wichtig: die Größe des Gewächshauses, die Größe des Gartens, die Zugänglichkeit, Bodenbeschaffenheit, Schutz vor Wind und die Energie- und Wasserversorgung. Ist das Platzangebot im heimischen Garten nicht allzu groß, ist ein kleines Gewächshaus sicherlich angebracht. Schließlich spielen auch optische Aspekte eine große Rolle bei der Aufstellung. Möchte der Gartenliebhaber lediglich Pflanzen vorziehen, nicht winterfeste Pflanzen überwintern oder auch nur Kräuter und Gemüse anpflanzen für den heimischen Bedarf reicht durchaus ein kleines Mini-Gewächshaus. Idealerweise wird dies in der unmittelbaren Nähe zum Haus installiert, um die Wege möglichst kurz und bequem zu halten. Damit ist auch die Energieversorgung in der Regel problemlos gewährleistet. Falls es zu extremen Temperaturschwankungen oder zu rapiden Frosttemperaturen kommt, kann ein Frostwächter problemlos eingebaut werden, so dass man keine böse Überraschung erleben muss. Auch die Wasserversorgung ist in Hausnähe einfacher und man erspart sich lange und mühsame Wege durch den Garten mit vollen Kannen.

Schutz vor Witterungseinflüssen: Vor- und Nachteile

Gewächshaus mit PflanzenEin Gewächshaus in direkter Hausnähe ist durch das Mauerwerk geschützt vor Witterungseinflüssen. So schützt die Mauer vor extremer Kälte, vor Starkregen und Hagel und vor Wind und Sturm. Diese Wetterfaktoren können nicht nur das Gewächshaus schädigen oder gar zerstören, in diesem Falle würden auch die Pflanzen zerstört werden. Auch Zugluft kann für empfindliche Pflanzen das Ende bedeuten. Selbst vor starker Hitze und greller Sonneneinstrahlung bieten die Mauern Schutz, damit die Pflanzen nicht verbrennen und das gespeicherte Wasser nicht extrem schnell verdunstet. Nachteilig ist bei der Aufstellung des Gewächshauses direkt am Haus ist jedoch, dass dadurch das Licht weggenommen wird. Nur sehr wenige Pflanzen gedeihen gut im Schatten. Besonders im Winter, an dunklen Tagen, wenn generell schon Tageslicht und Sonne nur eingeschränkt vorhanden sind, fehlt den Pflanzen dieses. Daher sollte man doch davon absehen, das Gewächshaus direkt an das Haus zu stellen wenn dort nicht ausreichend Licht hinkommt. Alternativ bieten Bäume und hohe Sträucher optimalen Schutz vor ungünstigen Wetterbedingungen und praller Sonne.

Ein Standort wo das Gewächshaus stabil steht

Der Boden auf dem das Gewächshaus steht sollte eben sein und der Konstruktion sicheren Stand und Halt bieten, damit es nicht beim leichtesten Windstoss umgeweht wird. Bei Gärten mit Hanglage oder abschüssigem Gelände sollte der Untergrund begradigt werden, damit sich das Regenwasser dort nicht stauen kann und das ganze Haus unterspült. Angestautes Wasser, das sich erstmal angesammelt hat, braucht einige Zeit bis es abgeflossen und kann in der Zwischenzeit Pflanzen überschwemmen. Daher sollte der Boden wasserdurchlässig sein oder mit einer Drainage versehen sein, damit das Wasser absickern kann. Auch für die Wässerung der Pflanzen und die Reinigung des Gewächshauses sollte der Boden so beschaffen sein, dass das Wasser problemlos abfließen kann.
In einer Mulde kann sich aber auch der Wind fangen und die Seiten des Gewächshaus sind diesem ausgesetzt, was zu Schäden an Pflanzen oder am Haus selber führen kann. Hierbei spielt auch eine entscheidende Rolle aus welchem Material das Haus bestehen kann. Ein freistehendes Gewächshaus sollte stabil sein, dass es nicht bei jedem Windzug ineinander fällt. Auch hier bieten Bäume und Sträucher Schutz, aber auch ein festes Fundament.

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Verschiedene Ausrichtungen für optimale Lichtverhältnisse

Auch die Form des Gewächshauses spielt eine wichtige Rolle. Schließlich soll das Haus ja auch die Sonnenenergie und Wärme speichern, daher spielt die Ausrichtung ebenfalls eine entscheidende Rolle, zumindest bei rechteckigen Gewächshäusern. So sollte die größte Fläche der Sonne zugewandt sein, um das Sonnenlicht optimal zu speichern. Doch auch die Nutzung ist wichtig für die Ausrichtung. Möchte man Gemüse oder Blumen anpflanzen, so sollte die Ausrichtung der längsten Seite in Nord-Süd-Richtung gehen, um die energiespendende und wachstumsfördernde Mittagssonne optimal zu erhalten. Bei der Anzucht von Pflanzen, beim Überwintern und bei empfindlichen Pflanzen sollte man die Ost-West-Richtung einhalten, um die Lichtverhältnisse zu erhalten, die für diese Pflanzen am besten geeignet sind.

Abschliessend kann man sagen der ideale Standort ist individuell und keineswegs zu pauschalisieren. Optimal wäre ein mobiles Gewächshaus, das man nach Bedarf verschieben kann.

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